Die Inselbahn auf Sylt

Die ehemalige Schmalspurbahn von Sylt

Definition des Begriffes Sylter Inselbahn

Bei der Sylter Inselbahn handelt es sich um eine Schmalspurbahn, welche 1888 in Betrieb gesetzt und 1970 stillgelegt wurde. Diese Bahn war in der damaligen Zeit die wichtigste Verbindung zwischen den einzelnen Orten auf der Insel. Seit 1970 sind die Linienbusse der Sylter Verkehrsgesellschaft für den Personenverkehr zuständig.

Die Ostbahn

Die Ostbahn war für die Strecke zwischen Munkmarsch und Westerland zuständig. Die Fahrzeit in eine Richtung betrug 12 Minuten. Die Fahrpläne der Fähren hatten Auswirkungen auf die Abfahrtszeiten der Ostbahn. Im Winter gab es auf dieser Route so gut wie keinen Bahnverkehr.

Die Nordbahn

Zwischen Westerland und List beförderte die Nordbahn die Bewohner zu den jeweiligen Zielorten. In 41 Minuten kam man vom Ausgangspunkt zum Endbahnhof und konnte dabei aus dem Fenster so manche Geestrücken und Dünen sehen. 1937 gab es Bautätigkeiten seitens des Militärs auf der Insel, weshalb der Bahnhof damals 500 Meter in südliche Richtung verlegt wurde.

Die Südbahn

Der Zweck der Südbahn bestand darin, die Einwohner aus Hörnum und der Umgebung nach Westerland zu bringen. Auf diese Weise war es den im Süden der Insel lebenden Menschen möglich, in den Sommermonaten häufig in die Badeorte zu fahren. Die Fahrt von Hörnum nach Westerland dauerte 42 Minuten. Außerdem konnten sich die Bewohner des Südens auf diese Weise problemlos mit Lebensmitteln und anderen Waren des Bedarfs eindecken.

Das Ende der Sylter Inselbahn

In den späten 1960-er Jahren besaßen zunehmend mehr Personen auf Sylt eigene Autos und Motorräder, so dass die Nutzung der Bahn stark zurückgegangen war. Irgendwann lohnte sich die Aufrechterhaltung aus finanziellen Gründen nicht mehr, so dass es in den Jahren 1969 und 1970 zur Stillegung der Bahnen und Einsatz von Bussen auf Sylt kam.