Geschichte der Insel Sylt

Von der Entstehung bis zum Wappentier - geschichtliches von Sylt

Die Entstehung des Namens Sylt

Es gibt zwei Theorien bezüglich der Entstehung des Namens der Insel. Einerseits glauben die Menschen, dass Sylt vom dänischen „Sild“ (deutsch: Hering) abgeleitet wurde. Seit 1668 ist der Hering in der Tat das Wappentier von Sylt. Andererseits wird jedoch vermutet, dass Sylt auf das englische Wort „sill“ zurückzuführen ist. Dieses Wort wird mit „Schwelle“ übersetzt und könnte die Interpretation der „Landschwelle“ erklären.

Die Rolle des Walfangs auf Sylt

Im 17. und 18. Jahrhundert galt der Walfang als wichtigster Wirtschaftsfaktor auf Sylt. Viele Männer haben sich die Arbeit mit den Holländern geteilt. Kapitäne haben nach jahrelanger schwerer Arbeit ihren verdienten Ruhestand auf Sylt genossen. Einigen von ihnen war es gelungen, einen gewissen Wohlstand zu erreichen. Heutzutage besteht die Gelegenheit, die Kapitänshäuser zu besuchen und sich mit den Überlieferungen aus der damaligen Zeit zu beschäftigen.

Glaubensrichtungen auf Sylt

Einst gehörten die Friesen zu den heidnischen Völkern. Gegen 1150 wurden die ersten Kirchen auf Sylt erbaut, und das Christentum breitete sich aus. Etwa 400 Jahre später wurden aus sämtlichen Gotteshäusern protestantische Kirchen. Heidnische Rituale wie z. B. das Biikebrennen wurden allerdings nicht verboten und weiterhin praktiziert. Durch den Aufschwung des Tourismus Mitte des 19. Jahrhunderts zogen die ersten Katholiken nach Sylt. In der Gegenwart findet man eine bunte Mischung unterschiedlicher Glaubensrichtungen auf der Insel.

Die Entstehung von Familienbädern auf Sylt

In früheren Zeiten war es verpönt, mit Personen des jeweils anderen Geschlechts an den Strand zu gehen. Frauen gingen eher selten zum Baden und wenn, dann nur am eigens für die gedachten Damenstrand im Badekleid. Das erste Familienbad wurde 1902 in Westerland aus der Taufe gehoben. Seitdem ist es kein Problem mehr, mit der ganzen Familie etwas Zeit an den Stränden von Sylt zu verbringen.

Kunst auf Sylt – Kampen als Kunstkolonie

Kunst war schon immer ein großes Thema der Geschichte von Sylt. Viele Künstler fanden ihre Inspiration auf der Insel, selbst wenn sie keine direkte Beachtung in ihren Werken fand. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte sich Kampen den Ruf einer Kunstkolonie verschaffen. Maler und Schriftsteller nahmen den Weg dorthin auf sich um ihrer Arbeit nachzugehen oder um sich für einen gewissen Zeitraum vom Alltagsleben zu erholen.